Das Martingale-Wetten hat viele Vorteile, wird aber auch wegen bestimmten Problemen immer wieder kritisiert. Zunächst einmal basiert das System darauf, dass beispielsweise im Roulette ein Gewinn bei der Zweifachauswahl Rot/Schwarz immer den Einsatz verdoppelt. Wenn verloren wird, muss der eigene Einsatz verdoppelt werden, damit am Ende immer gewonnen werden kann. So weit so gut. Die Probleme dies so durchziehen zu können, sind aber vielfältiger Natur.

Das Grundprinzip ist simpel und kann von jedem Spieler nachgespielt werden

Der Spieler beginnt damit, einen Einsatz auf Rot zu setzen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder es wird eine rote Zahl und es erfolgt die Verdopplung des Einsatzes. Für einen Euro Einsatz erhalten wir zwei Euro zurück. Ist der Ausgang des Spiels aber eine schwarze Zahl oder auch eine grüne Null, haben wir verloren und müssen nun im nächsten Spiel den doppelten Einsatz erneut auf Rot setzen. Wir gehen dabei davon aus, dass Rot in regelmäßigen Abständen immer wieder fällt. Verlieren wir erneut, verdoppeln wir den Einsatz erneut und spielen wieder Rot, so lange bis endlich der Gewinn eingestrichen werden kann. Zunächst einmal scheint dieses Spielsystem bombensicher zu sein. Es darf nicht vergessen werden, dass bei jedem Spiel der Erwartungswert der Wahrscheinlichkeit negativ ist, da die grüne Null ein Dauerproblem für Martingale darstellt.

Money-Management entscheidet den Erfolg beim Martingale-System

Das Problem bei der Martingale-Strategie ist, dass es durchaus zu Serien kommen kann, bei denen eine Farbe über einen längeren Zeitraum nicht mehr auftaucht. So können schnell 9 oder 10 Spiele hintereinander ungünstig laufen. So müssen bereits bei 10 aufeinanderfolgenden Verliererrunden über 1000 Euro eingesetzt werden, um einen weiteren Euro zu gewinnen. Das ist ein wahnsinnig hohes Risiko. Es ist bei Martingale also sehr wichtig, dass der Spieler über ein relativ hohes Startkapital verfügt, am besten bereits zwischen 5000 und 10000 Euro. Dann kann kaum etwas schief gehen. Hier können auch längere Serien überspielt werden und immer wieder der Erfolg gesucht werden. Wer sich damit intensiv beschäftigt, kann mit 500 Euro Gewinn nach wenigen Stunden Arbeit aus dem Roulette-Spiel aussteigen und einen erfolgreichen Tag beschließen.

Die meisten Spieler haben dieses Anfangskapital aber nicht zur Verfügung. Sie starten mit erheblich kleineren Summen und müssen ihr Money-Management dementsprechend anpassen. Zunächst einmal sollte der Spieler festlegen, zu welchem Zeitpunkt er aus dem Spiel aussteigt und einen Verlust akzeptiert. Versucht er drei Runden lang das System umzusetzen oder vielleicht sogar vier Runden? Das muss jeder für sich entscheiden, aber die Verluste müssen begrenzt werden, sonst wird das mühsam gewonnene Geld schnell wieder ausgegeben sein.

Sicherheitsvarianten spielen und mehr gewinnen beim Roulette

Es geht also darum, die Verluste nicht ausufern zu lassen bei Martingale. Das erfordert Selbstdisziplin und kein wildes Drauflosspielen. Wir versuchen in einer extremen Sicherheitsvariante noch mehr Risiko zu eliminieren, indem wir abwarten bis eine Farbe drei Mal gefallen ist. Erst dann setzen wir ab dem nächsten Spiel auf die andere Farbe ein. Wir versuchen also, die möglichen Verliererrunden zu kürzen. Wir gehen davon aus, dass Rot immer spätestens nach 6 oder 7 Spielen wieder einmal fallen muss, auch wenn es keine Garantien dafür gibt. Hier bleibt auch Martingale ein Glücksspiel, denn bei jedem Spiel können nur 48% Wahrscheinlichkeit auf eine Farbe entfallen, eben durch die grüne Null.